Solarenergie

Mit dem Betrieb moderner Solaranlagen leistet die Stadtwerke Neuruppin GmbH einen Beitrag für umweltschonende Energiegewinnung. Seit Mai 2005 ergänzt eine Photovoltaik-Anlage, die auf den Dächern Neuruppiner Neubauten installiert wurde, die Deckung des Strombedarfes der Stadt und stellt Energie für rund 500 Haushalte zur Verfügung. Wie funktioniert Photovoltaik? Die Antwort gibt es hier.

2004: Gründung der SOPHO
Im November 2004 wurde die SOPHO GmbH von den Stadtwerken, der Neuruppiner Wohnungsbaugesellschaft (NWG) und der Haustechnik Runge GmbH gegründet. Eine Allianz, die allen Seiten Vorteile bietet: Die Haustechnik Runge GmbH hat das Know-how auf dem Gebiet der Photovoltaik, die Stadtwerke – per Gesetz ohnehin zur Einspeisung des Stromes in das städtische Netz verpflichtet – ist direkt am Projekt und den Bauarbeiten beteiligt und die NWG vermietet die Dächer der Neubauten an die Gesellschaft.
In vier Bauabschnitten wurden 2005 und 2006 insgesamt 6,4 Millionen Euro in den Bau der Solaranlagen investiert. Die Mittelbereitstellung erfolgte im Rahmen eines Förderprogramms zur Reduzierung des Ausstoßes von Kohlendioxid durch die Kreditanstalt für Wiederaufbau.
Ein Solarprojekt dieser Größenordnung gibt es in Brandenburg und Berlin noch nicht. Die Neuruppiner Unternehmen haben hier ein Pilotprojekt entwickelt und werden ihre Erfahrungen zukünftig an andere weitergeben. "Wir entwickeln Neuruppin auf diese Weise zu einem Schwerpunktstandort für die Nutzung alternativer Energiequellen im Land Brandenburg", ist sich SOPHO-Geschäftsführer Bernd Runge sicher.
An der Realisierung des Neuruppiner Projektes sind ausschließlich Brandenburger Firmen beteiligt. Die Solarmodule der Anlagen kommen von der Firma ALEO aus Prenzlau.
Der Einspeisevertrag zwischen der SOPHO und den Stadtwerken gilt für 20 Jahre. Pro Jahr wird den Stadtwerken nach Fertigstellung der gesamten Anlage Energie im Wert von rund 620.000 Euro zur Verfügung gestellt.
Der Strombedarf von rund 500 Haushalten kann mit dem eingespeisten Strom. Jeder Neubau verfügt über einen Hausanschluss, über den die Einleitung des Solarstroms erfolgt. Mit dem Strom, der durch die Solaranlagen erzeugt wird, versorgen die Stadtwerke aber nicht – wie mancher meint – gleich die Wohnungen in den Neubauten. Der Strom wird ins Netz eingespeist und steht dann, wenn man so will, allen zur Verfügung!

Daten und Fakten

Installation der Solarmodule auf 23 Neubauten

  • Pro Haus werden 170 Module mit einer Größe  von je 1,4 Quadratmetern installiert.
  • Die Neigung der Module beträgt 20 Grad.
  • Investitionskosten: rund 3,2 Mio Euro